WTG: Vom Schaf zur Wolle
Erstellt von Susanne Kocher, FLin - Hauptschule Burgkirchen a.d. Alz

Bereits die Nomaden verwendeten Schafwolle, um diese zu Filz weiterzuverarbeiten, um daraus ihre und ihre Behausung herzustellen.
Sie schoren ihre - und gewannen so das sogenannte Schafvlies. Dies ist noch schmutzig und noch nicht vom Wollfett befreit, welches das Schafvlies zusammenhält.
Die Wolle wird gewaschen, das heißt von und befreit und die einzelnen Fasern werden etwas gelockert und geordnet, dann zu einer Fläche ausgebreitet. Dies nennt man Wollvlies, welches zu einem gekämmten =kardiertem Vlies (= Fläche) weiterverarbeitet werden kann. Hier werden die Fasern geordnet und Faserbüschel entwirrt. Man kann die Fasern auch zu einem Strang = Kardenband kämmen. Dies erledigt heutzutage zur Arbeitserleichterung eine .
Jetzt kann das Vlies weiterverarbeitet werden, indem man es mit Feuchtigkeit, Seife, , Druck und Reibung bearbeitet. Dadurch verhaken und verfilzen sich die Fasern und es entsteht ein fester, stabiler Stoff, der . Diesen kann man dann weiterverarbeiten - zu Decken, , Kleidung, usw.. Die stellen daraus auch ihre Zeltplanen her - das Grundgerüst besteht aus Holzpfählen. Filz bietet optimalen Schutz vor Kälte und Nässe. Aufgrund seiner Formbeständigkeit und seines geringen Gewichtes kann er leicht transportiert werden.
Man kann aus der kardierten Wolle auch Figuren - dies geht am besten mit einer speziellen Nadel, an der sich lange Widerhaken befinden - diese Haken verfilzen durch Auf- und Abwärtsbewegung die Wolle.
Früher wurde Filz auch in der Gastwirtschaft als Untersetzer (diente dem Zweck der Dekoration und um Nässe aufzusaugen) für Bier verwendet, daher auch der Name . Auch wenn die heutigen Bierfilze aus hergestellt werden, ist der Name dennoch erhalten geblieben. Filze finden heutzutage in vielen Bereichen ihre Verwendung - auch in der Autoindustrie - man denke an die Innenausstattung.